Ambulant betreutes Wohnen

Ambulant betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderungen ist zu verstehen als konsequente Fortführung des Verselbständigungsprozesses zur Ablösung aus der stationären Wohnform oder aus der Familie.

Ambulant betreutes Wohnen ist eine selbständige Wohnform in der eigenen Wohnung oder in einer Wohngemeinschaft.

Wenn bereits eine eigene Wohnung bezogen ist und der gegenwärtige Gesundheitszustand oder die besonderen Lebensumstände eine vorübergehende Unterstützung (auch in einem höheren Umfang) erfordert, ist ambulant betreutes Wohnen ebenfalls möglich - stationäre Wohnformen sind also nicht das ausschließliche Kriterium, um eine ambulante Wohnform zu erhalten.

Die Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V. bietet ambulantes betreutes Wohnen für Frauen und Männer mit geistigen und/oder psychischen Behinderungen sowie chronischen Suchterkrankungen im Ennepe-Ruhr-Kreis durch den Dienst NAOMI an. Derzeit werden zwischen 40 und 50 Klientinnen und Klienten stundenweise unterstützt.

Assistenz, Beratung und Begleitung

Die Assistenz, Beratung und Begleitung in der privaten Wohnsituation erfolgt in den Lebensbereichen, die (noch) nicht alleine bewältigt werden können.

Dazu gehören:

  • Sicherung der Existenzgrundlagen, u.a. Wohnraumbeschaffung, Wohnraumsicherung, finanzielle Absicherung, Inanspruchnahme sozialer Dienste und Einrichtungen, berufliche Eingliederung, Arbeitsplatzsicherung.
  • Alltagsbewältigung im Wohnumfeld, u.a. Ernährung, Körperpflege, Gesundheitsfürsorge, Umgang mit Geld, Wohnraumgestaltung und Reinigung, Wäschepflege, Einkaufen.
  • Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie, u.a. persönliche Biographie, familiäre Biographie, schulische und berufliche Biographie, institutionelle Biographie (bei Fremdunterbringung), Krankheitsgeschichte.
  • Selbsteinschätzung, Stützung bzw. Krisenintervention, u.a. Bewältigung krankheitsbedingter Beeinträchtigungen, personelle Kompetenzen, soziale Kompetenzen, Selbsthilfegruppen.
  • Aufnahme und Gestaltung sozialer Beziehungen, u.a. im engeren Wohn- und Lebensumfeld, Partnerschafts- und Familienbeziehungen.
  • Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, u.a. Tagesstrukturierung, Freizeitgestaltung, Vermittlung von Kontakten, anfängliches Begleiten.

Kontakt:

Kirsten Schwarz-Konnegen
Tel.: 02335 8885261
e-Mail: naomi@frauenheim-wengern.de

Frauenheim Wengern

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